Nachlese zu den RedDot Days

Posted by Bjoern Negelmann on 26 Sep 06 -

Es ist ja schon ein paar Tage her - aber dennoch kurz noch eine Nachlese zu den RedDot Days, wie es von mir auch in der IWB publiziert wurde:

Content-Management-Anbieter adressiertWeb 2.0 Thematik
Weblogs, Wikis und Tagging-Technologien zeigen wie Content-Management für die Masse funktionieren kann. Die Web-Content-Management-Branche hat die Zeichen der Zeit lange verschlafen. Weitreichende, aber auch umständliche Funktionalitäten standen der ursprünglichen Idee des Web-Content-Management entgegen: Trotz template-basierten Benutzerschnittstellen waren die technologischen Lösungen oftmals Hindernis bzw. nur geringfügig Wegbereiter für eine auch dem Laien zugängliche Publikationsmöglichkeit. Das soll sich nun ändern. Schlanke und bedienerfreundliche Standardanwendungen bilden schon seit einiger Zeit einen allgemeinen Entwicklungstrend in der Branche.
Bei RedDot geht man nun noch einen Schritt weiter. Vor dem Hintergrund des Verkaufes und der Integration des Unternehmens in zunächst den Hersteller Hummingbird und nun mit diesem in das noch größeren Konglomerat OpenText sieht sich RedDot gemäß einer Präsentation von Niels Metger, Gründer und Unternehmenschef von RedDot, auf den RedDot Days 2006 in der Funktion der Bedienerschnittstelle und Präsentationsschicht für das unternehmensweite Informationsmanagement. Egal aus welchen Töpfen oder welchen Formen die Informationen vorliegen, RedDot möchte in Zukunft eine Anwendungsumgebung bieten, mit der die personalisierte und kontext-bezogene Inhaltsbereitstellung sowohl von einfachen Web-Contents als auch sonstigen Inhalten der angebundenen Repositories koordiniert werden kann. Experience Management heißt die für RedDot neue Zielsetzung, welche die Produktentwicklung entscheidend prägen soll.
Technologisch sollen mit Hilfe von AJAX und dem ATLAS-Framework benutzerfreundliche und modulare Web-Anwendungen entstehen, mit denen die Präsentationsschicht verwaltet, Taxonomien und Suchfunktionen gepflegt und die nutzungsorientierte Informationsbereitstellung unterstützt werden kann.Architektonisch setzt man dabei auf eine offene Integrationsschicht, wie sie auch im Content-Management-Standard JCR 170 proklamiert wird.
Zentrales Element in der Produkt-Roadmap von RedDot stellt dabei der weitere Ausbau der RedDot Live Server Komponente dar, welcher die Auslieferungsserverkomponente zum RedDot CMS-Server darstellt. Hier setzt man auf die Integration der WebService-Technologien. Die als Anwendungsbausteine modular kombinierbar sind. Ziel von RedDot ist es einen Komponentenkatalog für diese Anwendungsbausteine aufzubauen. Neben klassischen Anwendungskomponenten für die Realisierung von personalisierten Suchen, Integration von Fremdapplikationen und Bereitstellung von kollaborativen Funktionen sollen in Zukunft auch Weblog- und Wiki-Module angeboten werden, mit denen Web 2.0 Redaktionsfunktionalitäten in dem ursprünglich nur der Inhaltebereitstellung dienenden Serverkomponente verfügbar gemacht werden.
Neben dem RedDot LiveServer wird auch das Ausgangsprodukt des RedDot Lösungsangebotes, der RedDot Content-Management-Server, kräftig überholt. So steht RedDot laut Angaben seines Produktstrategen, Lars Onasch, kurz vor der endgültigen .Net-Zertifizierung durch Microsoft. Damit reiht sich das Unternehmen mit den zukünftigen Versionen in die Reihe der vollends .Net-basierten Content-Management-Lösungen.
Insgesamt ist derzeit natürlich abzuwarten, wie viel Freiheiten das Unternehmen nach seiner abschließenden Integration in den OpenText-Konzern noch beibehalten kann. Bei den RedDot Days zeigte man sich aber in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich. Auch aus dem OpenText-Lager wurden ja bereits Verlautbarungen bekannt, wonach RedDot auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler in gesamten Lösungsangebot darstellen soll und dies nicht nur im Sinne des von RedDot vorrangig adressierten Mittelstandmarktes, sondern auch aus produktstrategischer Sicht.

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